Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes erscheint


Landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe haben im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2012/13 ein Unternehmensergebnis von durchschnittlich 62.900 Euro je Betrieb erzielt. – So lautet eine der Kernaussagen des Situationsberichtes des Deutschen Bauernverbandes, der jährlich im Dezember erscheint. Je Familienarbeitskraft wurden 42.800 Euro erwirtschaftet. Das sind 3.600 Euro mehr als im Wirtschaftsjahr zuvor.

 Ursache für die besseren Ergebnisse waren zum Teil höhere Erlöse, insbesondere bei Getreide, Raps und Kartoffeln. Im Situationsbericht weist der DBV allerdings auf große Unterschiede je nach Betriebsform und regionaler Erntesituation hin.

Für das laufende Wirtschaftsjahr 2013/14 verzeichnet der DBV bisher eine stabile Erlösentwicklung in den landwirtschaftlichen Betrieben. Die Marktentwicklungen bei einigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind tendenziell günstig.

Die Milchviehhalter werden das Minus des Vorjahres mehr als ausgleichen. Die Erzeugerpreise sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen und haben die Marke von 40 Cent je Liter überschritten. Noch sehr unsicher ist die wirtschaftliche Perspektive für die Schweine- und Geflügelhalter. Vor allem die hohen Futterkosten belasten die Rentabilität dieser Produktionszweige.

Vor diesem Hintergrund stand die deutsche Landwirtschaft im Wirtschaftsjahr 2012/13 im Zeichen einer Markterholung bei wichtigen pflanzlichen Erzeugnissen. Im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe wurde ein Unternehmensergebnis von 62.900 Euro je Betrieb bzw. 42.800 Euro je Familien-Arbeitskraft erreicht. Das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei den Agrargenossenschaften, die auch in Sachsen ansässig sind, weist der DBV-Situationsbericht einen Jahresüberschuss von 296.000 Euro aus. Dort sind 39.100 Euro je Arbeitskraft erwirtschaftet worden, etwa 4.100 Euro mehr als im Vorjahr.

Die globalen Fundamentaldaten deuten darauf hin, dass sich an der relativ knappen globalen Versorgungssituation mit Agrarrohstoffen grundsätzlich wenig ändern wird. Die FAO (Food and Agriculture Organization) geht davon aus, dass sich das globale Agrarpreisniveau in den nächsten Jahren nominal weiter erhöhen und unter Berücksichtigung der Inflation (real) in etwa unverändert bleiben wird. Die Produktpreise werden sich also in Zukunft weiter festigen. (Quelle: D