Bisher keine nennenswerten Auswinterungsschäden in Getreide


Das relativ milde Wetter des laufenden Winters beschert den Landwirten in Sachsen und ganz Deutschland bisher einen guten Start in das Erntejahr 2014 ohne Auswinterungsschäden.

Was sind Auswinterungsschäden? Während des Winters kann Getreide erfrieren, vertrocknen oder auch unter einer Schneedecke ersticken. Passiert dies, kann man die betroffenen Flächen nur umbrechen und neu einsäen. Dies erfolgt im Frühjahr nach Einschätzung der Pflanzenbestände auf den einzelnen Schlägen. Mögliche Nachfolgefrüchte können dann Sommergetreide, Leguminosen oder auch Mais sein.

Dank milder Temperaturen sind Raps, Weizen und Co. bisher jedoch gut durch den Winter gekommen. Als die Temperaturen in Ostsachsen an die minus 20°C Ende Januar fielen, schützte eine dünne Schneedecke die Pflanzen. Viel mehr Schnee wäre aber auch nicht gut gewesen. Durch die hohen Temperaturen war das Getreide zuvor relativ lange gewachsen und hatte dichte, weit entwickelte Bestände ohne ausreichende Winterhärte gebildet. Wenn unter diesen Bedingungen mehr Schnee auf den Pflanzen liegt, tritt Sauerstoff- und Lichtmangel ein und der Befall mit Schwächeparasiten (Typhula filata, Fusarium nivale) wird begünstigt. Totalausfälle sind dann möglich. Doch auch wenn das Getreide den Winter bisher gut gemeistert hat, noch ist er nicht überstanden. Im vergangenen Jahr lag im Gebiet der Agrofert Deutschland Zentrale in Bischofswerda bis nach Ostern eine geschlossene Schneedecke und Mitte März traten nochmals Temperaturen unter -15°C auf.

Die nächsten Wochen werden also zeigen, wie das Getreide aus dem Winter kommt und wann die Landwirte endlich auf die Flächen können, um zu düngen.