Ernte noch nicht abgeschlossen


Das nasse Wetter macht den Landwirten national nach wie vor zu schaffen.
Nicht nur in den sächsischen Höhenlagen rund um die Agrofert Deutschland Zentrale in Bischofswerda steht noch Getreide auf den Feldern.

Im Osten des Landes hat die Getreideernte den Ackerbauern ohnehin ein gutes Nervenkostüm und sehr viel Ausdauer abverlangt. Die stetigen Niederschläge im August haben lange Zwangspausen verursacht und auch in Qualität und Ertrag Einbußen gekostet.

Bessere Züchtung, Düngemittel wie Mikronährstoffdünger und neue Anbautechniken haben unter anderem einen Innovationsschub möglich gemacht. Über gute Getreideerträge freuen sich aktuell besonders die Landwirte in den Landesteilen wo die Böden leichter sind.

Auf dem Acker hat derweil die Aussaat für die Ernte im kommenden Jahr begonnen. Der Winterraps ist weitgehend gesät, Schneckenfraß verursacht aber nach dem nassen Sommer schon jetzt erhebliche Schäden. Es folgen nun zunächst ab Mitte September die Wintergerste und ab Ende des Monats der Winterweizen sowie auch Winterroggen. Später als sonst haben jetzt die Maishäcksler ihre Arbeit aufgenommen. Wenn es vielerorts auch für den Mais für Rinder noch zu früh ist, häckseln die weitverbreiteten Biogasanlagen ihre Bestände derzeit kräftig ab.

Weltweit haben Experten gerade die Prognosen auch mit Blick auf China, die EU und Russland angehoben und gehen von 1.976 Mio. t Getreide aus. Damit dürften die Getreidevorräte genügend Potenzial bieten für die verschiedenen Verwertungswege, von der menschlichen Ernährung über den Futtertrog bis hin zu energetischen Nutzung.

Die breit gestreuten Qualitäten machen aktuell Getreide für den Einsatz im Futtertrog oder auch zur energetischen Nutzung interessant. Nach Schätzungen des Internationalen Getreiderates fließen weltweit allerdings lediglich gut 150 Mio. t Getreide in die Kraftstoffgewinnung, das sind sieben Prozent der gesamten Getreideernte.